Auskunfts- und Rechenschaftsansprüche

Auskunftsansprüche spielen hauptsächlich im Pflichtteilsrecht und bei Bankvollmachten eine bedeutende Rolle.

Auskunftsansprüche des Pflichtteilsberechtigten

Der Pflichtteilsberechtigte hat gegen den Erben Anspruch auf Auskunft über den Nachlass. Hierzu hat der Erbe ein Nachlassverzeichnis aufzustellen, wo jeder Vermögensposition mit ihrem Wert aufgenommen ist. Auf Verlangen des Pflichtteilsberechtigten ist über einzelne oder alle vermögensgegenstände ein Sachverständigengutachten über den Wert einzuholen. Beispielsweise bei Kunstgegenständen, antiken Möbeln oder auch Hausgrundstücken.

Hier finden Sie weitere Ausführungen zur Geltendmachung und Abwehr von Pflichtteilsansprüchen.

Welche Auskünfte kann ich von Bankbevollmächtigten verlangen?

Ein weitaus relevantes, in der Praxis oft vernachlässigtes Instrument, sind die Auskunfts- und Rechenschaftsansprüche der Erben gegen den Bankbevollmächtigten. Dieser Auskunftsanspruch greift sowohl gegen fremde Dritte, die zu Lebzeiten vom Erblasser Vollmacht über die Konten, Sparbücher und Depots bekommen haben. Aber auch gegenüber anderen Miterben kann der Auskunftsanspruch bestehen.

Klassiker ist, dass mehrere Kinder zusammen erben. Die Eltern hatten aber zu Lebzeiten ein Lieblingskind, dem Bankvollmacht eingeräumt worden ist. Besonders zum Schluss hat sich das Kind dann mit Hilfe der Vollmacht fast alleine um die finanziellen Dinge gekümmert. Es hat die Miete überwiesen, Bargeld für die Lebensführung abgeholt, Rechnungen bezahlt. Nicht selten besteht das ungute Gefühl der anderen Kinder, dass sich das eine Kind ohne Rücksprache mit den Eltern einen kleinen Aufwendungsersatz genehmigt hat. Im Raum steht der strafrechtliche Vorwurf der Untreue.

Bevollmächtigte muss über jede einzelne Buchung Auskunft erteilen

Wenn jemand für einen anderen im Rahmen der Vollmacht Geschäfts vornimmt (wie Überweisungen oder Barabhebungen vom Bankkonto), dann muss er dem Vollmachtgeber für jedes einzelne Geschäft Auskunft erteilen. Und Rechenschaft ablegen, also den Überweisungsschein und ggf. Rechnung vorlegen. Kann der Bevollmächtigte dem Vollmachtgeber nicht nachweisen wofür das Geld draufging, so hat er dieses aus eigener Tasche dem Vollmachtgeber zurückzuerstatten.

Auskunftsanspruch geht auf die Erben über

Der Auskunftsanspruch des Vollmachtgebers gegen den Bevollmächtigten geht auf die Erben über. Zwar muss der Bevollmächtigte insgesamt nur einmal Auskunft erteilen. Hat der Bevollmächtigte also dem Erblasser noch zu dessen lebzeiten die Auskünfte erteilt, so sind die Auskunftsansprüche bis zu diesem Zeitpunkt durch Erfüllung untergegangen. Doch kann der Bevollmächtigte auch glaubhaft beweisen, dass er die Auskünfte erteilt hat?

Wann verjähren die Auskunftsansprüche?

Es gilt die regelmäßige Verjährung von drei Jahren. Die Frist beginnt grundsätzlich mit Ende des Vollmachtsverhältnisses, also spätestens mit dem Tod des Erblassers.

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